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Jasper van´t Hof erhält Preis für sein Lebenswerk

Am 6. Dezember des letzten Jahres erhielt der Pianist und Komponist Jasper van’t Hof den Buma Boy Edgar Prize, den wichtigsten Preis in den Niederlanden auf dem Gebiet des Jazz und der improvisierten Musik. Der begehrte Preis, eine Plastik von Jan Wolkers, wurde ihm von Schlagzeuger Pierre Courbois in einem völlig ausverkauften Bimhuis anlässlich eines von van’t Hof selbst zusammengestellten Konzertabends überreicht. Aktuell befindet sich van´t Hof auf der Buma Boy Edgar Prize Tour, bei der er in verschiedenen Besetzungen auf über 20 niederländischen Konzertbühnen spielt. Wir freuen uns, dass er für sein Solokonzert am 10. Oktober einen Abstecher in die Schlosskirche nach Dierfordt macht.

Im Interview mit der Sängerin und Moderatorin Giovanca blickt der sympathische Musiker auf wichtige musikalische Einflüsse in seinem Leben zurück. Das Gespräch dürfte auch in niederländischer Sprache verständlich sein.




Programmänderung


Liebe Musikfreundin, lieber Musikfreund,
Zsófia Boros hat uns leider mitgeteilt, dass sie ihr Konzert aus zwingenden persönlichen Gründen absagen muss. Wir bedauern das sehr und hoffen, die wundervolle Künstlerin in einem der nächsten Jahre in der Schlosskirche begrüßen zu können. Mit dem ebenfalls aus Ungarn stammenden Ferenc Snétberger können wir Ihnen stattdessen am 10. November einen der großen europäischen Gitarristen präsentieren. Snétberger wurde 1957 in Nordungarn als jüngster Sohn einer Musikerfamilie geboren. Er studierte klassische Musik und Jazzgitarre,
sein Repertoire ist inspiriert von der Roma-Tradition seiner Heimat, der brasilianischen Musik und dem Flamenco ebenso wie von der klassischen Gitarre und dem Jazz. Er hat zahlreiche Alben veröffentlicht, seine Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, Japan, Korea, Indien, Vietnam und die USA.


Acoustics folgen auf Sommerton in Wesel Diersfordt.

(NRZ, Susanne Zimmermann. 11.5.19)
Wesel. Winfried Schaus-Sahm und seine Mitstreiter machen weiter: Drei Konzerte der Extraklasse schließen an Sommerton auf Schloss Diersfordt an

Sommerton, das ungewöhnliche Festival am Schloss Diersfordt, ist im vergangenen Jahr an seinem eigenen Erfolg zu Grunde gegangen. Zu groß wurde der Aufwand, als dass er ehrenamtlich noch zu stemmen gewesen wäre. Dennoch: Die Organisatoren Winfried Schaus-Sahm und Volker Pypetz vom Verein Kultur Netzwerk Diersfordt Wesel können nicht von der feinen Jazzmusik der Spitzenklasse lassen: Acoustics ist aus der Taufe gehoben. Drei Konzerte in der Schlosskirche Diersfordt, drei außergewöhnliche Solisten – sehr exklusiv und intim unter dem Titel „The Art of Solo“.

Spitzenmusiker ganz nah
Da wäre Vincent Peirani, Franzose und ein Musiker, der das betuliche Akkordeon – ja, wirklich, er spielt Quetschkommode – in ein furioses Instrument verwandelt, mal Percussion, mal Orgel, mal Klavier darauf spielt. Ganz leise oder überschäumend temperamentvoll spielt er Klassik, Jazz, Pop oder von allem ein bisschen. Dieser Tage spielt er in der Berliner Philharmonie vor 1600 Menschen – am 22. September in der kleinen Diersfordter Kirche mit der wunderbaren Akustik vor 120. „Bei uns spielt die Champions League der Musiker ihres Genres“, schwärmt Pypetz, dem die Vorfreude anzumerken ist. Das Besondere: Egal, welchen Platz man in der Kirche bekommen hat – sie sind nicht zu reservieren – so nah wie hier wird man Musikern dieser Klasse nur sehr selten kommen.

Jasper van’t Hof, niederländisches Jazz-Urgestein
Weiter geht’s mit Acoustics am 13. Oktober, wenn Jasper van’t Hof, Pianist und Jazz-Urgestein aus den Niederlanden, in die Schlosskirche kommt. Van’t Hof (72) hat in seiner langen Musikerkarriere verschiedene Strömungen des Jazz angestoßen, mit den unterschiedlichesten Bands gespielt und afrikanische Musiker mit der europäischen Jazzszene zusammen­gebracht. Sein Ethno-Fusion-Projekt Pili Pili war eines der erfolgreichen Ergebnisse dieser Arbeit. Jasper van’t Hof hat im Dezember den Buma Boy Edgar-Preis erhalten, die höchsten Meriten, die in den Niederlanden mit Jazz und Improvisation zu erwerben sind. Winfried Schaus-Sahm kennt van’t Hof seit 30 Jahren und ist begeistert von ihm und seiner Musik.

Finale mit Gitarrenvirtuosin Zsófia Boros
Zartere Töne erklingen beim dritten und letzten Acoustics-Konzert am 10. November, wenn die ungarische Gitarrenvirtuosin Zsófia Boros in die Saiten greift, sanft und intensiv, mal leidenschaftlich und immer im engen Kontakt mit ihrem Publikum.

Acoustics soll ein Auftakt sein – die Organisatoren möchten gern in den weiter machen. Das Format kommt ohne Sponsoren nicht aus. Die evangelische Kirchengemeinde unterstützt, indem sie die Kirche zur Verfügung stellt. Jochen Krause vom Presbyterium meint: „Wir treten in große Fußstapfen, aber ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, eine kleine, feine Konzertreihe zu etablieren.“

Der Vorverkauf hat begonnen
Die Konzerte beginnen jeweils um 15 Uhr in der Schlosskirche Diersfordt. Karten kosten 25 Euro, es gibt eine limitierte Anzahl von Pässen für alle drei Konzerte (65 Euro).
Kartenverkauf: ev. Gemeindebüro in Wesel Flüren (Marsstraße 1), Buchhandlung Korn Wesel (Brückstraße 13),Wesel Marketing (Großer Markt 9), Konzertkasse Lange in Duisburg (Kuhstraße 14).

Vincent Peirani wollte eigentlich Schlagzeuger werden – es wurde auf Wunsch des Vaters das Schifferklavier. Was der Franzose der Quetschkommode entlockt, verblüfft die Fachwelt und füllt die Konzertsäle. Foto:pr



Auszeichnung für Vincent Peirani

Vincent Peirani wurde von der führenden französischen Fachzeitschrift „Jazzmagazin“ zum Musiker des Jahres gewählt.